Mittelschule kommt         

Home
Nach oben
Entwicklung

 

 

 

 

 

Hauptschule wird zum Mittelschulzentrum  

Interessantes zum Thema auch unter http://www.mittelschule.bayern.de/

Artikel in der MAIN-POST vom 23.12.09

(vom Redaktionsmitglied NORBERT VOLLMANN)

Durch den Zusammenschluss mit Kolitzheim steigt obendrein die Schülerzahl
Schon jetzt ist die Vorfreude bei den Verantwortlichen der Hauptschule in Gerolzhofen auf die erwartete Verleihung des Gütesiegels „Mittelschule“ ab dem Schuljahr 2010/2011 groß. Bei der bayerischen Mittelschule handelt es sich zwar um keine neue Schulart, aber eine deutliche Aufwertung der „alten“ Hauptschule. Sie greift deren Stärken auf und entwickelt sie weiter. Dadurch haben alle Hauptschülern in und um Gerolzhofen künftig Zugang zum gesamten Bildungsangebot der Mittelschule.

Drei Punkte liegen denn auch Rektor Alfred Bauer besonders am Herzen. Erstens: Ein weiterhin noch wohnortnahes Bildungsangebot, auch für die Schüler, die künftig aus Kolitzheim dazu kommen werden. Zweitens: Ein qualitätsvolles Bildungsangebot. Und drittens: Ein Abschluss, der den Schülerinnen und Schülern gute Zukunftschancen eröffnet, unabhängig davon, ob sie die Schule am Ende mit dem Hauptschulabschluss, dem Qualifizierenden Hauptschulabschluss oder dem Mittleren Schulabschluss verlassen. Alle drei Ziele sieht der Gerolzhöfer Rektor durch die Bayerische Mittelschule als gegeben an.

Bereits heute erfüllt die Hauptschule in Gerolzhofen nach Aussage von Rektor Alfred Bauer dabei alle Voraussetzungen für ein künftiges Mittelschulzentrum. So führt sie die drei berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales, hält die Ganztagsbetreuung vor und bietet mit dem so genannten M-Zug die Möglichkeit an, hier den mittleren Schulabschluss zu erwerben.

Die erforderliche so genannte Dreizügigkeit ist also in Gerolzhofen in Form von Halbtagsregel-, Ganztags- und M-Klassen pro Jahrgang gegeben. Ebenso wie die nötige Größe, sprich Schülerzahl, um das breite Bildungsangebot der bayerischen Mittelschule unterbreiten zu können.

Ferner wird schon seit vielen Jahren an der Hauptschule Gerolzhofen mit großem Erfolg auf dem Gebiet der vertieften Berufsorientierung auf die bewährte Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und Fachleuten gesetzt.

„Wir gehen davon aus, dass wir die Bedingungen für die Mittelschule alle erfüllen.“

Alfred Bauer, Rektor der Hauptschule in Gerolzhofen

Das Spektrum reicht von der Gesellschaft zur beruflichen Förderung (Stichwort „Berufsstart plus“) und dem Beruflichen Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft („Jobchecker“), über die Innung für Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik („Neue Technologien im Handwerk – über Ausbildung zur Karriere“) und dem Rotaryclub Gerolzhofen-Volkach (Bewerbungstraining für die Neuntklässler) bis hin zur ständigen Zusammenarbeit mit den Berufsberatern der Arbeitsagentur. Die enge Kooperation mit der heimischen Wirtschaft findet in den Berufspraktika ihren Niederschlag.

Wie erfolgreich das System ist, zeigt, dass in den vergangenen drei Jahren nur eine einzige Schülerin des M-Zweigs am Ende keinen Ausbildungsplatz gefunden hatte. Von den anderen landete der überwiegende Teil in der betrieblichen Ausbildung, zuletzt 2008/2009 zu 85 Prozent. Die restlichen Schüler besuchten weiterführende Bildungseinrichtungen. Die Rückmeldung aus der Wirtschaft sie durchwegs positiv, so der Rektor.

Neu an der künftigen Mittelschule ist die in der 5. und 6. Jahrgangsstufe beginnende individuelle so genannte modulare Förderung der Schüler im Klassenverband mit dem Ziel, diese in den drei zentralen Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch auf der Grundlage ihres jeweiligen Leistungsstandes begabungsgerecht zu fördern. Zu diesem Zweck wechselt sich in den erwähnten Modul-Fächern der reguläre Regelunterricht mit Phasen ab, in denen der Stoff einer bestimmten Lerneinheit (= Modul) geübt und vertieft wird.

Die Hauptunterschiede der bayerischen Mittelschule etwa zur Realschule in der jetzigen Form sind aber weiter die starke Berufsorientierung und das Prinzip, dass der Klassenlehrer mindestens zwischen 14 und 16 Stunden „seine“ Schüler in der eigenen Klasse unterrichtet.

Auf der Grundlage der drei Säulen „Stark für den Beruf“, „Stark im Wissen“ und „Stark als Person“ sollen die Besucher der Bayerischen Mittelschule so weit gefördert werden, dass sie den erfolgreichen Übergang in Ausbildung und Beruf schaffen.

Leistungsstarke Schüler haben darüber hinaus die Chance, sich durch den Mittleren Bildungsabschluss den Weg in höher qualifizierte Berufe oder ein weiterqualifizierendes Schulangebot zu ebnen.

Sobald das Kultusministerium die gesetzlichen Grundlagen für die Bayerische Mittelschule geschaffen hat, wird die Hauptschule in Gerolzhofen umgehend den Antrag auf Verleihung des Gütesiegels „Mittelschule“ ab dem Schuljahr 2010/2011 stellen.

Rektor Alfred Bauer: „Wir gehen davon aus, dass wir die Bedingungen alle erfüllen.“

Eine hitzige Diskussion löste die Auswirkung der aktuellen Entwicklung auf die Räumlichkeiten im Oberschwarzacher Schulgebäude im dortigen Marktgemeinderat aus (mehr auf der dritten Lokalseite).

 

Hauptschul-Landschaft im Umbruch

Artikel in der MAIN-POST vom 26.3.2010

(vom Redaktionsmitglied NORBERT VOLLMANN)

Wie sich die Fusion mit Kolitzheim und die Weiterentwicklung zur Mittelschule auswirken

Viel von dem, was sich besonders bei den Eltern in den vergangenen Wochen angestaut hatte, brach jetzt in der normalerweise eher unaufgeregt verlaufenden Schulverbandsversammlung auf. Es ist allerdings auch viel, was derzeit in den Schulhäusern in und um Gerolzhofen im Umbruch ist und was auf alle Beteiligten einstürmt und von ihnen abverlangt wird. Da fusionieren Schulverbände, werden Schulhäuser geschlossen und Klassen hin- und hergeschoben. Die Haupt- und Grundschul-Landschaft ist in Bewegung

Doch der Reihe nach. Zunächst prallen zwei gravierende Änderungen in der Hauptschule aufeinander – mit Auswirkungen auf die Gerolzhöfer Grundschule. Die Rede ist zum einen von der Fusion der Hauptschulverbände Gerolzhofen und Kolitzheim zum künftigen Hauptschulverband Main-Steigerwald mit Aufnahme der rund 80 Schüler aus der Großgemeinde Kolitzheim in Gerolzhofen.

Parallel dazu steht zum anderen der Umbau der Hauptschule Gerolzhofen mit ihrem M-Zweig zu einer künftigen bayerischen Mittelschule auf der Tagesordnung. Alles muss zum Schuljahresbeginn 2010/2011 funktionieren.

Wie häufig im Leben geht aber auch diese Geburt nicht ohne Geburtswehen ab. Und dann stellen sich auch noch gewisse andere „Komplikationen“ ein, die es zu klären gilt. Das bekommt besonders die Gerolzhöfer Grundschule zu spüren. Während die Hauptschule ihre an die Grundschule abgetretenen zwei Klassenzimmer am Lülsfelder Weg zurückfordert, um die Schüler aus Kolitzheim relativ wohnortnah in Gerolzhofen unterbringen und im Zuge der Zentralisierung zugleich die lange in Oberschwarzach unterrichteten Hauptschüler zurückholen zu können, werden erstmals Gerolzhöfer Grundschüler das tun müssen, was für Kinder vieler Umlandgemeinden jahrzehntelang gang und gäbe war und ist: sie werden mit dem Bus fahren müssen, um in dem Fall nach Oberschwarzach zu kommen, wo optimal ausgestattete Unterrichtsräume zur Verfügung stehen. Dort lässt der Markt Oberschwarzach sein Schulhaus gerade für 1,5 Millionen Euro energetisch sanieren.

Dazu kommt dann noch die anstehende Generalsanierung der Grabenschule. Sie wird obendrein dazu führen, dass vorübergehend auch Gerolzhöfer Erst- und Zweitklässler nach Oberschwarzach „ausgelagert“ werden müssen.

„Es ist der beste und sinnvollste Weg für unsere Kinder.“

Schulverbandsvorsitzende Irmgard Krammer

Doch damit noch lange nicht genug. Als Entgegenkommen an die Hauptschüler aus Kolitzheim muss relativ kurzfristig die Erweiterung des Angebots zur offenen Ganztagsbetreuung an der Hauptschule in Gerolzhofen organisiert werden.

Wie gesagt, viel Holz auf einmal für Schulverbände, Schulleitungen, Schüler und Eltern. Das zeigte sich in der Schulverbandsversammlung. Dort standen sich auf der einen Seite ein deutlich unter Druck der Eltern stehender Elternbeirat für die Grundschule sowie auf der anderen Seite ein Schulverband und ein Hauptschulrektor gegenüber, die geschlossen hinter ihren Entscheidungen standen und diese offensiv vertraten. Offenbar hatte es in den vergangenen Wochen und Monaten vieler Verhandlungen und eines großen Verhandlungsgeschicks bedurft, alles unter einen Hut zu bringen.

Vieles konnte an diesem Abend an offenen Fragen aus der Welt geschaffen werden. Nun steht einzig und allein noch die Entscheidung der Schulleitung der Grundschule Gerolzhofen aus, ob die dritte oder vierte Jahrgangsstufe im neuen Schuljahr den Weg nach Oberschwarzach antreten muss und ob es bei zwei Klassen bleibt – oder die betreffende Jahrgangsstufe komplett in den Nachbarort fährt. Das wären dann drei Klassen.

Ein wichtiger Punkt konnte inzwischen bereits dahin gehend geklärt werden, dass der bisherige Schulbeginn um 7.30 Uhr mit Rücksicht auf die Grundschüler aus Gerolzhofen und in Absprache mit dem Busunternehmen künftig auf 8.15 Uhr gelegt wird. Eine zusätzliche Bushaltestelle für die Grundschüler aus dem Baugebiet „Weiße Marter“ und dem Norden der Stadt wird ferner am Gymnasium in Gerolzhofen in der Dr.-Georg-Schäfer-Straße eingerichtet, damit die Schüler nicht bis zum Lülsfelder Weg laufen müssen.

Die Grundschulklassen aus der Grabenschule während der Sanierung vorübergehend am Lülsfelder Weg unterzubringen und stattdessen Hauptschulklassen nach Oberschwarzach zu schicken, macht übrigens deshalb keinen Sinn, weil diese Schüler dann nicht alle Möglichkeiten der neuen Mittelschule in Anspruch nehmen könnten.

In der jetzt gefundenen Lösung sieht die Gesamt-Schulverbandsvorsitzende, Gerolzhofens Bürgermeisterin Irmgard Krammer, den „besten und sinnvollsten Weg für unsere Kinder“. Sie räumte ein, dass es viel Kraft gekostet habe, bis das Paket geschnürt war, um sogleich mit Blick auf die Hauptschule anzufügen: „Ich weiß, dass die Zentralisierung nach Gerolzhofen Sinn macht. Vor allem weiß ich, dass die Mittelschule den Schülern die nötige Bildungschance bringt, die sie brauchen.“

 

Auswirkungen der neuen Mittelschule

In Traustadt vorläufig noch Alles beim Alten

Das sind die teils gravierenden Änderungen, die sich, bezogen auf die einzelnen Schulen und Schulhäuser in und um Gerolzhofen, in nächster Zeit auftun:

• Hauptschule Main-Steigerwald: Der Hauptschulverband Kolitzheim geht ab dem Schuljahr 2010/2011 mit dem Hauptschulverband Gerolzhofen zusammen. Das neue Gebilde nennt sich Hauptschulverband Main-Steigerwald.

• Die Hauptschule Gerolzhofen mit ihrem M-Zweig beantragt beim Bayerischen Kultusministerium, ab dem Schuljahr 2010/2011 als bayerische Mittelschule anerkannt zu werden. So wird die Weiterentwicklung der Hauptschule bezeichnet.

Im Zuge der Zentralisierung der Hauptschule kehren die fünften und sechsten Klassen, die bisher in Oberschwarzach unterrichtet wurden, nach Gerolzhofen zurück, damit auch ihnen alle Möglichkeiten und Vorteile der neuen Mittelschule offen stehen. Die fünften und sechsten Klassen, die in Traustadt zur Schule gehen, werden vorerst dort bleiben.

Ganztagsbetreuung

Um auch den künftig in Gerolzhofen zur Hauptschule gehenden Schülern aus der Großgemeinde Kolitzheim die Möglichkeit der Ganztagsbetreuung zu bieten, wird bei Bedarf eine jahrgangsübergreifende offene Ganztagsschule eingerichtet.

Die bestehende gebundene Ganztagsschule an der Hauptschule Gerolzhofen, die sich auf die siebte und achte Jahrgangsstufe erstreckt, wird im neuen Schuljahr auf die sechste Jahrgangsstufe ausgeweitet, wenn die Nachfrage groß genug ist.

• Grabenschule: Die umfangreiche General- und energetische Sanierung der Grabenschule macht es erforderlich, dass vorübergehend die hier zur Schule gehenden ersten und zweiten zweiten Klassen nach den Pfingstferien in Oberschwarzach untergebracht werden. Sobald die Sanierung abgeschlossen ist, geht der Unterricht hier, wie gewohnt weiter.

• Grundschule Gerolzhofen: Die Grundschule in Gerolzhofen muss die beiden Klassenräume, die ihr bisher von der Hauptschule zur Verfügung am Lülsfelder Weg gestellt wurden, wieder zurückgeben, damit hier optimale Voraussetzungen für die neue bayerische Mittelschule geschaffen werden können. Das bedeutet, dass entweder die dritte oder vierte Jahrgangsstufe im neuen Schuljahr den Weg nach Oberschwarzach antreten muss. Die Entscheidung darüber obliegt der Schulleitung und ist noch nicht gefallen. Die Grundschule legt auch selbst fest, ob es bei zwei Klassen bleibt, oder ob die betreffende Jahrgangsstufe komplett in den Nachbarort fährt, das wären dann drei Klassen.

Mit Rücksicht auf die Grundschüler aus Gerolzhofen, die jetzt mit dem Bus befördert werden, wird der bisherige Schulbeginn in Oberschwarzach um 7.30 Uhr um eine Dreiviertelstunde nach hinten auf künftig 8.15 Uhr gelegt.

• Schulhaus Oberschwarzach: Hier werden künftig die bestehenden ersten und zweiten Klassen, die bisherige dritte und vierte Klasse aus Schallfeld mit den Kindern aus Lülsfeld und Oberschwarzach sowie die zwei oder drei Klassen mit Dritt- oder Viertklässlern aus Gerolzhofen unterrichtet, je nachdem wie sich die Schulleitung entscheidet. Zusammen ergibt das sechs oder sieben Grundschulklassen. Im Gegenzug werden die fünften und sechsten Klassen der Hauptschule, die hier bisher untergebracht waren, künftig wieder in Gerolzhofen zur Schule gehen. Außerdem finden hier zwei erste und zwei zweite Klassen eine vorübergehende Aufnahme, die aufgrund der General- und energetischen Sanierung der Grabenschule in Gerolzhofen ausgelagert werden müssen.

Aus für Schule in Schallfeld

• Das Schulhaus in Schallfeld wird mit Ablauf des Schuljahres 2009/2010 geschlossen.

„Fairste Lösung, die man sich nur vorstellen kann“

Was sagten die Verantwortlichen zu den Umwälzungen in der Haupt- und Grundschul-Landschaft in Gerolzhofen in der Schulverbandsversammlung?

Hauptschulrektor Alfred Bauer: „Wir sind jetzt durch die Verstärkung aus Kolitzheim eine große Schule, die als Schulverband diese Angebote einer bayerischen Mittelschule machen kann. Es ist ein Glücksfall, dass die Hauptschule Kolitzheim das mit uns zusammen verwirklichen kann.“

Zum Hinweis von Thomas Weißenberger, wonach es auch möglich sei, dass eine Mittelschule grundsätzlich als Schulverbund auch auf mehrere Standorte verteilt werden könnte, stellte der Rektor fest: „Um die Voraussetzungen für eine bayerische Mittelschule zu erfüllen und auch all die entsprechenden Angebote vor Ort machen zu können, braucht man dort aus meiner Erfahrung wenigstens 300 Schüler. Wir müssen das Ganze sehen und runter von der persönlichen Sicht. Ich halte es für eine Ideallösung, auf keinen Partner angewiesen zu sein, auch wenn dies manchen Eltern von Grundschulkindern nicht verständlich ist. Bisher fuhren ja auch die Gerolzhöfer Hauptschüler zwei Jahre lang nach Oberschwarzach. Dort steht der Grundschule ein vorbildlich renoviertes Schulhaus mit bester räumlicher Ausstattung zur Verfügung. Wir haben lange darüber nachgedacht, aber es ist die fairste Lösung, die man sich nur vorstellen kan.“

Die Schulverbandsvorsitzende, Gerolzhofens Bürgermeisterin Irmgard Krammer: „Angesichts der sinkenden Schülerzahlen bin ich sehr froh, dass durch die Entscheidung der Gemeinde Kolitzheim bei uns etwa 80 Schüler dazukommen. Das stärkt den Standort Gerolzhofen.“

Zur erstmaligen Auslagerung von Grundschulklassen erklärte sie: „Welche Klassen nach Oberschwarzach kommen, entscheidet die Schulleitung, nicht wir. Die Kinder aus dem Umland fahren seit Jahrzehnten mit dem Bus. Wenn Eltern als Begleiter mitfahren möchten, ist das kein Problem.“

Zum Umstand, dass während der Sanierung der Grabenschule die dortigen Grundschulkinder vorübergehend nach Oberschwarzach müssen, sagte Irmgard Krammer: „Wir machen das nicht aus Jux und Tollerei. Der Stadtrat nimmt viel Geld für die Sanierung in die Hand. Wir können die Schüler während dieser Zeit aber nicht in Gerolzhofen unterbringen. Ich habe sogar den Sitzungssaal im VG-Gebäude und andere Räume als Ausweichmöglichkeit angeboten und würde selbst mein Zimmer räumen. Das macht aber keinen Sinn, wenn man sieht, welche hervorragend ausgestatteten Räume in Oberschwarzach zur Verfügung stehen.“

Kolitzheims Bürgermeister Horst Herbert: „Die Gemeinde Kolitzheim bringt ein großes Opfer, indem sie die Hauptschule aufgibt. Auch die Gemeinde Lülsfeld opfert ihre Schule in Schallfeld, um den Hauptschulstandort Gerolzhofen zu stärken. Ich finde aber, das ist das beste, was wir unter den heutigen Voraussetzungen für unsere Schülerinnen und Schüler tun können. Wir haben keine anderen Möglichkeiten und irgendwo muss auch die Grundschule Opfer bringen.“

Dingolshausens Bürgermeister Lothar Zachmann betonte: „Wir müssen das Kirchturmdenken außen vor lassen. Wir leben seit 30 Jahren damit, dass wir unseren Schulstandort nicht mehr haben, und sind gut damit gefahren. Die Hauptschule fordert jetzt nur ihre eigenen Räume zurück, nicht mehr. Wir haben versucht die Opfer, die verlangt werden müssen, so gering als möglich zu halten.“